News / 2. Handball Bundesliga

Herzlich willkommen Markus Krauthoff-Murfuni

Einstiger Bundesligaprofi ist nun Co-Trainer des Zweitbundesligateams und Nachwuchskoordinator

„In Eisenach findet man was vor, was begonnen hat und schon länger da ist. Ich komme nicht, um das Rad neu zu erfinden, ich will das Vorhandene optimieren“, lautet die Devise von Markus Krauthoff-Murfuni, dem neuen Co-Trainer des Zweitbundesligateams und Nachwuchskoordinator des ThSV Eisenach. Der knapp 43-jährige einstige Bundesligaprofi (Gummersbach, Düsseldorf, Solingen, Pfullingen) gehört seit einem Monat zum Trainerteam des Thüringer Traditionsvereines. Trainererfahrungen sammelte der einstige Kreisläufer ab 2013, zunächst gemeinsam mit Markus Baur in Schaffhausen, bevor er ab 2016 beim TuS Derschlag als sportlicher Leiter und Jugendkoordinator fungierte. Nach „guten Gesprächen im Sommer vornehmlich mit Rene Witte“ habe er sich entschieden, „die große Chance anzugehen“. Dafür nimmt er auch in Kauf, seine in Derschlag wohnende Frau samt 8-jähriger Tochter demnächst nur höchst selten zu sehen. „Ich fühle mich beim ThSV Eisenach gut aufgenommen“, betont der „Neue“. Wenn es in den nächsten Tagen mit einer Wohnung klappt, wird der Wohlfühlfaktor sicher noch steigen…

Vorhandene Strukturen nutzen und optimieren

Markus Krauthoff-Murfuni, den fast alle „Kraudi“ rufen, will sich neben der intensiven Arbeit mit der ersten Mannschaft, an der Seite von Sead Hasanefendic, verstärkt dem Nachwuchssektor widmen. „Vorhandene gute Strukturen im Jugendbereich optimieren und ausbauen“, hat er sich auf die Fahnen geschrieben. Mit Optimismus und positiver Ausstrahlungskraft geht er das an. „Wir sind gut aufgestellt, mit einem hauptamtlichen Vereins-Geschäftsführer, mit einem ausgebildeten Athletik- und Reha-Trainer, mit guten Bedingungen in der Werner-Aßmann-Halle und nun mit mir als A-Lizenz-Trainer. Doch eine Schwalbe macht noch keinen Sommer. Sich auf den Hauptamtlichen ausruhen, das führt nicht zum Ziel. Es gibt viel Arbeit, da müssen alle mit anpacken“, betont Markus Krauthoff-Murfuni. Neue Dinge angehen, vielleicht auch mal einen Bock umstoßen, Leistungen gönnen und honorieren, Miteinander statt Neid wünscht er sich. Offenes Kommunizieren, Kritik nicht als persönliche Beleidigung auffassen, sei eine seiner Maximen. Er sieht sich auch als Ansprechpartner im Nachwuchsbereich, in Verbindung mit den zuständigen Vorstandsmitgliedern Roberto Trautmann und Alexander Nöthe. „Wir wollen gemeinsam anpacken, uns leistungsbezogen, aber auch in der Breite besser aufzustellen“, so Markus Krauthoff-Murfuni. Dabei gelte es die Identifikation mit den Kindern und Jugendlichen, den Eltern und dem Umfeld einschließlich der Kooperationspartner und der Wirtschaft der Region zu verstärken. In der Vorwoche nahm Markus Krauthoff-Murfuni beim Herbstfest des Elisabeth-Gymnasiums, das der ThSV Eisenach mit einem Informations- und Gesprächsstand bereicherte, Kontakt mit Schulleiter Tino Nazareth auf, wurde zugleich der neue Kooperationsvertrag unterzeichnet. „Es muss uns gelingen, eine solide breite Basis als Fundament in Richtung leistungsbezogener Arbeit zu schaffen, um Jugendspieler ab der C-Jugend zielgerichtet für unseren Profibereich zu entwickeln, Förderprogramme mit talentierten Spielern zur individuellen Ausbildung einsetzen“. sieht Markus Krauthoff-Murfuni als eine seiner Hauptaufgaben. Dass er zugleich Co-Trainer der Zweitbundesliga-Mannschaft ist, sei hierfür vorteilhaft.

Rolle der zweiten Männermannschaft überdenken

„Eine Mannschaft trainiert man nicht so nebenbei“, führt Markus Krauthoff-Murfuni als Begründung an, weshalb er keine Nachwuchsmannschaft übernommen hast. Er springt aber natürlich ein, wenn einer der verantwortlichen Trainer im Amateurbereich verhindert ist, wie diese Woche beim Thüringenligateam des ThSV Eisenach II. Die Rolle der zweiten Männermannschaft müsse überdacht werden. Soll sie der Unterbau zur ersten Mannschaft werden, müssten Zeit und Arbeit investiert werden, um diese in Richtung Professionalität zu entwickeln, um ein entsprechendes Level zu erreichen.

Th. Levknecht